Schnell stößt man hier auf kulturelle Unterschiede. Hier einige Beispiele: Unsere Formulare für die Registration an der Uni zurückgewiesen, weil wir diese mit Kulli anstatt mit einem schwarzen Tintenroller ausgefüllt hatten. Wer zu lange schläft, muss mit kaltem Wasser duschen (warmes Wasser gibt es nur zu bestimmten Zeiten). An der Pforte des Wohnheims sitzen zwei Chinesinnen, die sich alle Gesichter auswendig merken und dann alle Ein- und Ausgänge vermerken. Als wir gestern unseren Hausrat in die Aufzüge geschleppt haben, hatten die Damen dementsprechend viel zu tun. Durch den Hausrat sieht mein Zimmer aber schon etwas wohnlicher aus als auf den Fotos. Habe jetzt u.a. einen Kühlschrank und einen Wasserspender. Mit dem Fahrrad werde ich morgen wohl zum Bikedoctor gehen müssen, da das Schloss klemmt und ich nicht damit fahren kann. Notfalls kaufe ich mir sonst für etwa 12 Euro ein neues.

Nachdem wir die ersten Anmeldungen hinter uns gebracht haben, hatten wir heute den ersten Tag "frei". Also haben wir einen ersten Ausflug nach Peking gemacht, also aus unserem Campusgelände heraus. Mit der U-Bahn ist man dann etwa 1/2 - 1 Stunde unterwegs, je nachdem wo es langgeht. Ein U-Bahn Ticket liegt bei umgerechnet 20 Cent. Wir sind zum Xiushui-Seidenmarkt gefahren, einer der größten Fake-Märkte Pekings. Es gibt dort wirklich alles, allerdings auch nur Markenartikel. Ein weißes T-Shirt zu ergattern ist also quasi unmöglich, denn überall sind Burberry-Muster oder kleine Pferdchen abgebildet. Außerdem wird gehandelt ohne Ende, Preissprünge von 2000 Yuan auf 150 Yuan sind da keine Seltenheit. Man kann sich auch Anzüge, Blusen usw. anschneidern lassen (eine Bluse kostet etwa 10-20 Euro). Aber das wollen wir erst später in Angriff nehmen, dann geben wir eine Sammelbestellung auf und dann gibts wieder Rabatte.
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