Dienstag, 1. September 2009

Das Beste kommt zum Schluss...

Eigentlich hatte dieser Blog ja schon sein Ende gefunden, nun habe ich aber noch einen Nachtrag:
Kurz vor meiner letzten China-Reise hat mich in Peking ein Kamerateam im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung begleitet. Das Resultat ist sehr sehenswert, aber überzeugt euch selbst!
Zum Video hier klicken.

Dienstag, 4. August 2009

Bilder sind online

Nun habe ich es endlich geschafft ein paar Bilder online zu stellen. Mein Jahr in China ist nun um, der Speicherplatz bei Picasa voll und ich lebe mich langsam wieder in Deutschland ein.
Dieser Blog findet damit sein Ende. Ich hoffe es hat Spaß gemacht hier ein bisschen durch zu stöbern.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Wieder in Deutschland

Den letzten Hausrat verstaut und alles andere in die Rucksäcke gestopft, sind wir Dienstag Abend Richtung Flughafen gefahren. Feiji Shifu, unser "chinesischer Fahrer", war uns dabei behilfreich was bei Anbetracht der Gepäckmassen auch erforderlich war. Das Einchecken klappte auch fast problemlos, irgenwie haben wir nun alle unsere Gepäck-Kilos mitbekommen. Es waren sehr erlebnisreiche 11 Monate, die mir viel Spaß gemacht haben. Jetzt bin ich aber auch froh, wieder zu Hause zu sein.
Ich habe es bisher noch nicht geschafft über die Fotos zu gucken, geschweige welche online zu stellen. Wird in den nächsten Tagen noch folgen.

Montag, 27. Juli 2009

Yangshuo

Von Kunming ging es mit dem Nachtzug nach Guilin. Dort sind wir direkt weiter mit dem Bus nach Yangshuo gefahren, was etwa eine Stunde von Guilin entfernt ist. Yangshuo ist eine kleine Stadt an dem Li Jiang Fluss, etwa im südlichen Zentralchina. Die Kulisse von Yangshuo ist geprägt von emporragenden Kalksteingipfeln mitten in einer sonst ebenen Landschaft. Es gibt viel Landwirtschaft, von Mais- bis hin zu Reisfeldern. Man kann dort sehr schön mit dem Fahrrad durch die Gegend fahren und die Landschaft genießen. Allerdings war es auch extrem schwül und warm. Am zweiten Tag in Yangshuo gabs einen kräftigen Schauer als wir gerade irgendwo aufm Fahrrad unterwegs waren. Danach wars aber wenigstens etwas angenehmer von dem Temperaturen. Im Verlauf des Tages haben wir dann noch an einem Kochkurs teilgenommen. Nachdem wir uns in Laos mit der laotischen Küche vertraut gemacht hatten, war nun die chinesische dran. Auch hier gingen wir zuerst über den Markt. Das war eigentlich noch ganz normal, überall stehen kleine Käfige in denen etliche Hühner oder Gänse gezwängt sind. Hier und da wird ein Huhn gewogen bevor ihm die Kehle durchgeschnitten wird (das habe ich zum Glück noch nicht richtig live gesehen, nur aus der Ferne). Auf diesem Markt hab es aber auch etwas, was ich bisher noch nicht gesehen hatte: Hundekäfige. Vor dem Stand waren auch paar Hundekeulen ausgestellt. Mh, lecker. Ich war ganz froh, dass sich unser Kochkurs nicht mit Hunde- oder Katzenfleisch beschäftigte, was aber auch prima schmecken würde - so unsere Kochlehrerin. Gerade im Winter würde man viel Hund essen weil es nach der medizinischen Lehre des Yin und Yangs wohl das Yang wieder in Schwung bringt. Aha! Lustiger Weise lief auf dem Gelände der Kochschule die ganze Zeit ein kleiner weißer Pudel umher, der Schoßhund der Kochlehrerin. Der sei aber nicht zum Essen gedacht. Immerhin. Gekocht wurde dann hauptsächlich mit dem Wok über einer Gasflamme. Chicken with Cashew Nuts war ein echtes Highlight.
Am letzten Tag in Yangshuo haben wir dann noch einen Ausflug mit einem kleinen Boot unternommen. Dort konnten wir dann auch die Landschaft bewundern, die auf dem 20 Yuan Schein abgebildet ist. Sonntag Abend sind wir dann wieder nach Peking geflogen. Hier steht aber erstmal Packen auf dem Programm.

Dienstag, 21. Juli 2009

Dali - Kunming

Von Lijiang ging es weiter mit dem Bus nach Dali. Auf der Strecke hatten wir noch etwas Stau, weil ein Kieslaster umgekippt war und mit Kran wieder aufgerichtet werden musste. Passiert hier schonmal. In Dali haben wir dann nur einen knappen Tag verbracht. Mehr war aber auch nicht noetig. Es hatte ab und zu geregnet und wir besichtigten einen Pagoden-Park und die ALtstadt. Viel mehr hat Dali auch nicht zu bieten. Es gibt noch einen grossen Suesswassersee, den wir aber aufgrund des schlechten Wetters nicht angesteuert haben. Abends sind wir dann mit dem Bus weiter nach Kunming gefahren. Dort waren wir damals auch schon im Februar am Ende unserer Winterreise. Da es hier auch regnet haben wir uns bisher aufs Shoppen beschraenkt. Sonst gehen wir es eher ruhig an, ich bin eh etwas erkaeltet insofern ist das auch gut so. Morgen Abend fahren wir mit einem Nachtzug nach Guillin um von da aus weiter mit dem Bus nach Yangsho zu fahren.
Naechsten Montag fliegen wir dann nach Peking und einen Tag spaeter brechen wir schon Richtung Deutschland auf!

Samstag, 18. Juli 2009

Lijiang

Mit dem Zug ging es Richtung Sueden, genauer nach Lijiang, noerdlich der Provinz Yunnan. Lijiang ist eigentlich eher eine Touristenstadt, ueberall sind alte chinesische Haeuser wie man sie sich vorstellt. Teilweise aber auch einfach auf alt neu gebaut. Ist recht nett, aber auch sehr touristisch. Hier wohnen wir bei Mama Naxi, einer Frau die ein Guesthouse besitzt. Ist sehr lustig, alle nenen sie Mama und abends wird an einem grossen Tisch gegessen. Sie guckt, dass es ihren - meist jungen - Gaesten an nichts fehlt. Gestern und heute sind wir dann in die nahegelegene Tiegersprungschlucht gefahren. Das ist eine Schlucht, die recht tief und lang ist. Angeblich soll ein Tieger mal ueber den Fluss gesprungen sein, daher der Name. Zuerst sah es nicht gut aus weil es in Lijiang stark regnete, an der Schlucht selber gings dann aber. Die Wanderung war schoen bis anstrengend. In einem Hostel auf dem Weg fanden wir ein Zimmer fuer die Nacht. Heute morgen gings dann weiter bis schliesslich runter zum Wasser. Wir haben paar Hoehenmeter zurueckgelegt und waren insgesamt ueber 10 Stunden wandern (an zwei Tagen). Meine Beine sind jetzt recht schwer und ich bin auch recht muede. Aber war auf jeden Fall sehr schoen und Farbe haben wir auch bekommen. Auf dem Rueckweg hat unser Fahrer dann hier bei Mama Naxi angerufen und als wir kamen stand dann auch schon das warme Essen auf dem Tisch. Echt nett hier.
Morgen Nachmittag gehts weiter suedlich nach Dali.

In Leshan bei Mr. Yang

Von Chengdu gings nach Leshan, suedlich von Chengdu. In Leshan lernten wir Mr. Yang kennen, ein etwa 80jaehriger Chinese der in Leshan bekannt ist dass er jungen Chinesen Englisch Unterricht erteilt. In Mr. Yangs Wohnzimmer erzaehlte er von siner Vergangenheit, dass er in China verbotene Buecher lese und gab und nebenbei noch ein paar Reisetipps. Danach besorgte er uns ein Hotel, fuhr mit uns zu einem Fahrkartenschalter um Zugtickets fuer den naechsten Tag zu kaufen. Das war wirklich ein interessanter Mensch der viel zu erzaehlen hatte. Nachmittags besuchten wir dann - ohne Mr Yang - den groessten freihstehenden Budda, 72 m hoch. War nett anzusehen, aber auch anstrengend da es wieder extrem schwuel war. Am naechsten Tag zogen wir mit Mr. Yang ins Nachbardorf. Dort besuchten wir zuerst eine Grundschule. War sehr suess. Die Kinder waren aber total scheu und erst nach paar mal Nachfragen brachten sie ein paar Worte heraus. Dann sollte Basti nach vorne und paar Saetze sagen. Ein Hoehepunkt war der ABC-Song, den wir gemeinsam mit den Kindenr gesungen haben. Danach mussten natuerlich auch noch Fotos gemacht werden und wir mussten unsere Namen in irgendwelche Hefte schreiben. Nach der Grundschule fuerte uns Mr. Yang zu einem Kaligraphy-Kuenstler, was nicht ganz so aufregend war. Weiter ging es ueber einen Markt zu einer Nudelfabrik und am Ende gabs dann noch einen guten gruenen Tee, der wohl recht teuer war. Im Anschluss brachte uns eine Chinesin noch das Spiel Majong bei, was auch sehr lustig war. Ein sehr netter Tag mit Mr. Yang. War natuerlich nicht ganz umsonst, aber so haben wir quasi ein soziales Projekt unterstuetzt, weil vier von Mr. Yangs Studenten uns begleiteten und so versuchten mit Auslaendern Englisch zu reden.
Leider hatten wir bei den Weiterreise etwas Pech. Wir hatten Zugtickets von Emeishan in den Sueden von Sichuan. Mit dem Bus wollten wir nun nach Emeishan fahren. Leider verkaufte uns die Frau am Schalter aber Tickets nach Meishan (ohne E) und ehe wir uns versahen waren wir in Meishan. Den Zug haben wir dann nicht mehr bekommen. Dank einer netten Bahnhofsfrau wurden wir dann aber in den naechsten Zug gelotst in dem gluecklicher Weise noch drei Schlafplaetze frei waren.