Sonntag, 14. September 2008

Chinesen feiern den Vollmond

Das Wochenende begann erstmal damit, dass ich mir eine Erkältung einfing. Ob sie von den kalten Duschen oder doch eher von der Klimaanlage kommt, ich weiß es nicht. Aber mir gehts schon wieder viel besser und morgen bin ich bestimmt wieder top fit. Dann beginnt nämlich auch die Uni.
Am Samstag gings dann trotzdem zu IKEA. Die Preise sind schwedisch und für chinesische Verhältnisse sehr teuer. Ich erwarb einen Nachttisch, eine Schreibtischlampe und ein paar Kleinigkeiten, die das Leben erleichtern. Mein Zimmer sieht jetzt schon etwas wohnlicher aus. Auch wenn Dekorieren im Zimmer nicht erlaubt ist (man darf die Struktur des Zimmers nicht verletzen), fehlt jetzt nur noch etwas an den weiß-grauen Wänden. Bislang hängt dort nur eine China-Karte.
Ich habe jetzt auch einen Wasserkanister. Dieser ist trotz Verständigungschwierigkeiten geliefert worden. Ich habe jetzt einen 20l-Wasserautomaten, so ähnlich wie man sie sonst auch in Kaufhäusern sieht. Das erspart mir das Schleppen.

Heute sind wir zum Sommerpalast gefahren. Etwa 15 Fahrradminuten von der Uni entfernt liegt ein riesiger See mit vielen traditionellen Bauten drum herum. Bis vor 100 Jahren war das wohl der Sommerwohnsitz der chinesischen Kaiser. Man kann dort um den See spazieren oder auch in die einzelnen Tempel gehen. Das Gelände ist insgesamt sehr weitläufig und wenn man vom Land genug gesehen hat, kann man sich auch ein Tretboot mieten und damit über den See fahren. Oben auf einem Berg ist ein riesiger Buddha-Tempel. Von dort aus kann man über den See blicken und auch über einen Teil von Peking.Wir hatten relativ gutes Wetter, leicht diesig aber trotzdem angenehm von den Temperaturen und ab und zu kam dann doch ein bisschen die Sonne hinter den Dunstwolken hervor. Eine sehr schöne Anlage, die jedoch aufgrund des heutigen Feiertags auch gut besucht war.
Der heutige Feiertag ist wohl ein recht bedeutsamer in China. Es wird nämlich der Vollmond im Herbst gefeiert, so wie ich das verstanden habe. Zum Mondfest isst man dann einen so genannten Mondkuchen, ein kleines Gebäck mit süßer und salziger Füllung. Unsere Gruppe hat sich nun also vorhin unten im Eingangsbereich getroffen und diesen Kuchen gegessen. War lecker!

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