Am 18.12., schon kurz vor den Klausuren, fuhren wir mit dem Bus in einen Aussenbezirk von Peking. Der Bus war leider nicht beheizt und auf den hinteren Plätzen roch es stark nach Abgasen,
die vermutlich wieder in den Bus geleitet wurden. Leicht durchgefroren kamen wir bei Beijing Hyundai an. Dort wurden uns nach einer kleinen Einführung die aktuellen Modelle gezeigt. Danach ging es in die Endmontage-Halle.
Ich hatte mir das wesentlich chaotischer vorgestellt. Aber auf den ersten Blick glich es doch sehr deutschen Produktionsanlagen (zumindest solchen, die ich bisher gesehen habe). Doch wenn man sich das genauer anguckte, entdeckte man recht viele Montageaufgaben, die in Deutschland eher von eine Roboter übernommen würden. Aber gut, das war zu erwarten. Mehr als diese eine Halle durften wir aber nicht sehen. Wir hätten zwar von unserer Werksführung aus gedurft, aber unser Professor empfand dies als zu „gefährlich“. Auch mehrmaliges Nachfragen konnte ihn nicht umstimmen. Fraglich ist, was wir verpasst haben. Als wir die Halle verlassen hatten, wurden wir auch wieder direkt in den Bus gelotst.
Weiter gings zur Yanjing Brauerei. Die Führung sah so aus, dass wir einfach das Gebäude betraten. Keiner nahm uns in Empfang, eine richtige Führung gabs auch nicht. Es gab eine Besucherroute,
die wir im Eiltempo absolvierten. Warum wir uns beeilen mussten – keiner weiß es. Jedenfalls ermahnte uns der Professor immer weiterzugehen. Am Ende winkte ein Pappbecher mit Bier. Kaum ausgetrunken, gings auch wieder in den Bus.
Eine eigenartige Exkursion. Aber nun haben wir auch mal gesehen, wie chinesische Produktionsstätten aussehen. Meine Erwartungen wurden diesbezüglich übertroffen, aber vermutlich haben wir auch nur die besten Seiten gesehen…

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