Sonntag, 12. Juli 2009

Im Land der Pandas...

Von Lhasa sind wir nach Chengdu geflogen. Als wir aus dem Flugzeug ausstiegen wurden wir erstmal von dem schwuelen Wetter erschlagen. Mittlerweile gehts bzw. nun haben wir uns etwas daran gewoehnt. Chengdu liegt in der Provinz Sichuan und ist fuer sein scharfes Essen und fuer die Pandas bekannt. Beides haben wir getestet. Gestern Abend gab es Hot Pot, der tatsaechlich so scharf war dass ich selbst bei einem ganz vorsichtigen Testen mit dem Staebchen fast verbrannt waere. Gut, ich konnte nie besonders gut scharf essen aber das war schon krass. Einige Chinesen sassen in dem sonst recht vornehmen Restaurant auch oberkoerperfrei... Chinesen halt. Heute Morgen haben wir dann die super suessen Pandas besichtigt. Waren wirklich drollig. Gerade im Gehege der "Jaehrlinge" rollten sich die Pandas uber den Rasen und spielten miteinander. Andere sassen auch nur faul im Wasser und hingen im Baumgabeln zum Schlafen. Sehr nett anzusehen. Allerdings wollten wir trotzdem keine 170 Dollar pro Person bezahlen um uns neben einem echten Panda ablichten zu lassen. Ich habe einige Amerikaner gesehen, die sich den Spass gegoennt haben. Interessant war dann noch die sogenannte Panda Karte fuer etwa einen Euro. Als Dankeschoen fuer die vielen Spenden die letztes Jahr bzgl. des Erdbebens eingegangen sind, koennen Auslaender diese Panda Karte kaufen und bekommen neben dem Panda Gehege noch in vielen Sehenswuerdigkeiten freien Eintritt (der Eintritt alleine im Panda Gehege haette sonst umgerechnet 6 Euro gekostet). Eine gute Sache die Panda Karte!
Morgen frueh treten Kathi und Moritz ihre Heimreise an und wir fahren weiter Richtung Sueden, Richtung Yunnan.

Hoechster Berg der Welt

In Shigatse hatten wir das Vergnuegen einem alljaehrlichen Fest zuzuschauen. Es gab ein riesiges "Laken" welches Ziel von hunderten Pilgern war. Das Tuch wird nur 3 Tage im Jahr praesentiert und soll das groesste seiner Art sein. War auf jeden Fall nett anzusehen. 
Von Shigatse ging es weiter zum Mount Everest. Die Fahrt war recht lang, die letzten 100 km eine holprige Schotterpiste. Dank der schoenen Landschaft und dem riesigen Bus (26 Plaetze fuer 8 Leute) trotzdem ngut auszuhalten. Im Base Camp war alles recht spartanisch gehalten. Den Berg konnten wir abends nicht wirklich sehen wegen der Wolken. Wir hatten ein Zelt mit vielen Decken und einem kleinen Ofen. Toiletten oder gar fliessend Wasser Fehlanzeige. Zu Essen sollte es Fleisch und Brot geben. Im Hintergrund hoerte man zunaechst noch einen Hund vermutlich wegen der Kaelte wimmern. Auf einmal gabs einen dumpfen Schlag hinter dem Zelt (wo der Hund sass), wenig spaeter hoerte man das Beil auf dem Holzklotz haemmern und nach einer gefuehlten Ewigkeit kam unser Essen. Das Fleisch war sehr zaeh und mit viel Fett. Auf die Frage ob das Hund sei, wurde uns geantwortet dass die Tibeter Hunde nicht essen wuerden. Ahhh... Jedenfalls haben wir danach und den naechsten Tag keinen einzigen Hund mehr dort gesehen...
Dafuer konnten wir den Mount Everest in strahlendem Sonnenschein bewundern. Da hatten wir wohl viel Glueck weil das nicht immer der Fall sein soll. Doch wie man bei der duennen Luft die weiteren 3600 m bis hoch zum Gipfel klettern will, ist mir ein Raetsel.
Danach ging es wieder auf den Rueckweg bis schliesslich nach Lhasa. Ein toller Trip, der sich trotz hoher Kosten und einigen Kopfschmerzen (wegen der Hoehe) auf jeden Fall gelohnt hat. Wir haben tolle Landschaften gesehen und einen kleinen Einblick gewonnen, wie die Tibeter unter sehr, sehr einfachen Bedingungen mit Ziege und Esel im Vorgarten wohnen.
Lustig waren sonst noch die "Geschwindigkeitskontrollen". Es gab einfach staendig Strassen-Kontrollen und die musste man in einer Mindestzeit passieren. Zur Kontrolle waren sonst noch einfach Chinesen an der Strasse positioniert. Dadurch war unser Busfahrer gezwungen einige Male Parkplaetze anzusteuern.
Von den Unruhen in der weiter noerdlich gelegenen Provinz Xinjiang haben wir uebrigens nichts mitbekommen. In den Staedten in Tibet war natuerlich Militaer praesent, aber wohl nicht mehr als sonst.

Dienstag, 7. Juli 2009

Auf dem Dach der Welt

Samstag Morgen sind wir nach Lhasa geflogen. Eigentlich wollten wir lieber mit dem Zug fahren, damit wir uns langsam an die Hoehe gewoehnen koennen. Leider waren die Zugtickets direkt ausgebucht und so mussten wir fliegen. Dadurch haben wir aber auch einen Tag gewonnen weil die Zugfahrt 46 Stunden gedauert haette. Die Hoehe merken wir tatsaechlich, ab und zu Kopfschmerzen, aber sonst haelt es sich in Grenzen. Wir sind zu acht, haben einen eigenen Fahrer und einen eigenen Reisefuehrer. In Lhasa haben wir viele Tempel besichtigt. Moritz war vor allem von dem ganzen Geld beeindruckt was die Glaeubiger spenden. Die Eintrittspreise sind fuer die Auslaender sehr gesalzen, aber das wussten wir vorher. Dafuer werden wir aber mit tollen Erlebnissen belohnt, wie die Tibeter beten und um die Tempel pilgern und die Landschaften sind super!! Momentan sind wir in Shigatse und morgen gehts weiter zum Basecamp vom Mount Everest. Dort soll es wohl recht kalt sein, aber wir bleiben dort auch nur eine Nacht.
Hier ein paar Eindruecke hochgeladen:
(ich hoffe das funktioniert, denn ich kann dank chinesicher Zensur nicht auf meinen Blog zugreifen und kann nur per E-Mail schreiben... Ein paar Bilder sind auch bei Picasa, aber leider dauert das hochladen so lange, dass ich erst in Peking mehr Bilder hochladen werde)


Posteingang immer voll? Der erste Speicher, der mitwächst: Unbegrenzter Speicher bei Windows Live Hotmail!

Montag, 29. Juni 2009

Kathi und Moritz in Peking


Seit Sonntag sind Kathi und Moritz zu Besuch in Peking. Jetzt steht natürlich erstmal Sightseeing auf dem Programm. Bei Temperaturen zwischen 35-40°C wurde heute Tianamen und die verbotene Stadt erkundet. Ich habe die verbotene Stadt noch nie so voll gesehen, trotz Hitze. Zum Glück gibt es Wasserverkäufer, die teilweise noch tiefgefrorenes Wasser verkaufen. Hinter der verbotenen Stadt befindet sich ein Hügel, von dem wir heute dank des Windes eine ganz tolle Sicht hatten. Weiterhin sind Peking Ente essen, Himmelstempel und ein Besuch auf der Großen Mauer geplant. Am Samstag gehts dann nach Lhasa.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Bilder gibts auch...


Einfach auf das Bild klicken, dann gelangt man zu dem Album, in welches ich neue Bilder hochgeladen habe. Die Fotos, die ich in den nächsten Tagen in Peking machen werde, werden dann voraussichtlich auch in dieses Album gestellt.

Aus und vorbei -> Ferien!

Heute war nun endlich die letzte Präsentation meiner Studienarbeit. Hat alles soweit geklappt, ich habs bestanden, und jetzt steht nur noch Freizeit an. Auf dem Bild sind die Professoren, die die Arbeit auch bewertet haben und am Ende schlaue Fragen gestellt haben. Rechts neben mir, mein Supervisor Professor Yu und ganz rechts eine Frau, von der ich nicht genau weiß welche Aufgabe sie hatte. Ich bin froh, dass ich das Ganze nun hintermir hab. Einige meiner Kommilitonen sitzen stattdessen noch Tag und Nach an ihrer Arbeit. Da bin ich doch sehr froh dass ich jetzt hier etwas Peking genießen kann. Nächsten Sonntag kommt dann auch nochmal Besuch: Kathi und Moritz besuchen mich für zwei Wochen. Davon gehts aber eine Woche in den Westen Chinas...

Freitag, 19. Juni 2009

Geschafft

Gestern Abend war nun endlich meine letzte Klausur. Jetzt steht nur noch die Final Defence von der Studienarbeit nächsten Dienstag an. Die Organisation dafür ist wieder äußerst chinesisch, Zettel hier, Zettel da, alles etwas chaotisch. Auf einmal soll noch ein Abstract auf Chinesisch her. Jetzt muss erst noch jemand gefunden werden der den Abstract übersetzt, zwei Professoren müssen zusätzlich zu meinem Supervisor das ganze gegenlesen… Aber irgendwie klappt es dann immer.

Doch Langeweile kommt bis Dienstag garantiert nicht auf. Neben der Präsentation die ich noch anzufertigen habe erwarte ich noch Besuch aus Deutschland und eine Journalistin kreuzt mit Kamerateam hier auf um eine Art „Image-Film“ für Studieren in Deutschland zu drehen. Ich bin gespannt was das gibt. Hoffentlich wird dafür auch zumindest das Wetter besser. Denn seit gestern ist es stark nebelig. Zwischenzeitlich war es gestern sogar richtig dunkel. Zudem noch schwül warm, die relative Luftfeuchtigkeit ist jenseits der 100%, was es nur schwer erträglich macht. Gut, dass mein Zimmer eine Klimaanlage hat!