Ab und zu, wenn schönes Wetter ist und der Schreibtisch zu langweilig wird, setze ich mich aufs Fahrrad und fahre los. Einfach irgendwohin wo es interessant aussieht. So kann man zum Beispiel in der Nähe des Campus durch einen dunklen Tunnel fahren und kommt in einem Hutong aus. Dort ist alles sehr, sehr einfach gehalten. Familien wohnen auf engstem Raum, teilweise sogar in ihren eigenen kleinen Lebenmittelläden direkt hinter dem Getränkeregal auf einer kleinen Pritsche. Die Straße - oder besser der Weg - ist meistens nicht asphaltiert, eher lehmig und hügelig, hier und da ein Müllhaufen. Ich will nicht wissen wie es hier aussieht wenn es länger regnet.
Vor kurzem habe ich meiner Schwester ein paar Bilder gezeigt:




"Das sieht aus wie die Slums-Fotos aus dem Erdkundebuch" sagte sie. Ich musste schmunzeln, für mich ist es mittlerweile nichts ungewöhnliches.
Doch es gibt natürlich auch andere Ecken von Peking. Besonders vor den olympischen Spiele wurde alles dafür getan neue Glanzpunkte zu setzen. Einer davon ist sicher das Einkaufsviertel in Sanlitun. Hier fühlt man sich doch gleich wieder in einer modernen Großstadt.

China ist so vielseitig!
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