Bevor wir uns wieder zu sehr in den Uni-Alltag stürzen, stand letztes Wochenende ein Ausflug nach Xi´an auf dem Programm. So nahmen Thomas, Sebastian und ich Freitag nachmittags den Zug (Klasse Hartschläfer) Richtung Xi´an, die Fahrt dauerte etwa 12 Stunden. Da letztes Wochenende wieder ein chinesischer Feiertag war (Qinming Jie - Allerseelen), waren dementsprechend wieder viele Chinesen auf den Beinen – aber Menschenmassen sind wir ja schon fast gewohnt. Doch was wir Samstag morgen am Bahnhof in Xi´an sahen, übertraf dann doch meine Vorstellungskraft: eine unglaublich lange Schlange von Menschen, die auf einen Bus zur berühmten Terrakotta-Armee warteten. Da wir weder Lust hatten etliche Stunden anzustehen, noch einem „Taxifahrer“ Geld nachzuschmeißen, beschlossen wir unser Tagesprogramm ein wenig abzuändern. So machten wir zuerst eine Fahrradtour auf der historischen Stadtmauer die etwa einen Umfang von 14 km hat. Von oben konnte man sich einen guten Überblick über die Stadt verschaffen. Danach sollte es aber nun zur Terrakotta-Armee gehen. Schließlich gehört diese laut der meisten Reiseveranstalter zu einem der Hauptsehenswürdigkeiten in China. Die Schlange vor der Bushaltestelle hatte sich sogar in der Zwischenzeit fast aufgelöst. Etwa eine Stunde östlich von Xi´an fanden wir nun die besagte Terrakotta-Armee. Dabei handelt es sich um eine unterirdische, lebensgroße Armee aus Tausenden Soldaten, die über zwei Jahrtausende die Seele des ersten Kaisers bewachte, der einst China verneinte. Da dieser Kaiser glaubte, dass er die besiegten Geister im Jenseits wiedertreffen könnte, ließ er Wächter für sein Grab bauen. Ein unglaublicher Anblick. Abends ging es dann in das muslimische Viertel. Die „Hauptgasse“ war gesäumt von kleinen Ständen, die Essen, Handwerk oder sonstigen Kitsch verkauften. Rummelplatzatmosphäre pur.
Die Fotos von Xi´an gibt es hier.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen